Stadt plant Fössebad-Neubau ohne Sauna / Ludwig List will Saunabereich mit Bezirksratsantrag retten
Das Fössebad soll nach den Plänen der Stadt einen Neubau erhalten, der aber keinen Saunabereich mehr hat. Wie viele Nutzerinnen und Nutzer des Saunabereichs kritisiert das auch SGLL-Bezirksratsherr Ludwig List.
Er fordert in einem Antrag zur nächsten Bezirksratssitzung am 21. Mai, in den Neubau alle technischen Leitungen einzubauen, die für einen späteren privaten Saunabetrieb mit einem kleinen Anbau erforderlich sind. „Das wäre ein gangbarer Kompromiss“, sagt List. „Der Saunabereich bleibt so wenigstens als Option im Fössebad erhalten.“ Sein Antrag geht auf einen Kompromissvorschlag zurück, den Finanzdezernent Axel von der Ohe (SPD) als machbar bezeichnet hatte.
Der Plan der Stadt, das neue Fössebad ohne Sauna zu bauen, brachte die Besucherinnen und Besucher des Saunabereichs auf die Palme. Sie überreichten dem Oberbürgermeister ein Protestschreiben mit rund 500 Unterschriften.
Der 61 Millionen Euro teure Fössebad-Neubau soll mit Hilfe einer Öffentlich-privaten Partnerschaft finanziert werden, bei dem ein privater Investor das Gebäude hochzieht und danach der Stadt zur Nutzung überlässt. Es soll ein Bad für bundesweite und internationale Sportveranstaltungen werden mit einer 50-Meter-Wettkampfbahn, Sprungturm und einer Bühne mit mindestens 250 Sitzplätzen.
„Deshalb und wegen der stolzen Investitionssumme muss es auch wieder einen Saunabereich geben“, betont List. Er verweist auch auf steigende Nutzerzahlen: „Nicht nur Seniorinnen und Senioren, sondern auch immer mehr junge Menschen suchen in der Sauna Entspannung und Fitness.“
Soziale Gerechtigkeit Linden-Limmer (SGLL)
Ludwig Luk List
Fraktionsvorsitzender im Bezirksrat Linden-Limmer

